Ziemlich gut geschlafen für meine Verhältnisse, gegen 4:30 Uhr mal einen Eispack geholt, da es aussah, als wenn die Schulter doch randalieren wollte. Das Schulterblatt ist ziemlich gut, zwar etwas Druck an der Stelle aber keine bohrenden Schmerzen mehr. Früh keine Lockerungen mit der Schulterhilfe gemacht, da Rehasport angesagt war. Nun hänge ich danach ziemlich erschöpft insbesondere von der gewaltigen Hitze auf dem Liegestuhl und werde mich nachmittags der Schulterhilfe wieder etwas mehr zuwenden. Mein linker Arm ist anscheinend in gar keinem guten Zustande, ziemlich eingeschränkt in seinen Bewegungen. Ich hoffe nicht, dass es wieder schlechter wird.
Nachmittags wieder Schulterhilfe: 20 Minuten nur Bewegungsübungen und danach 20 Minuten mit Belastung. Irgendwie fühle ich mich danach immer etwas kräftig, aber ich habe nie den Eindruck, dass ich ein Stück weiter gekommen bin. Zwischen den Übungen mache ich Drehbewegungen mit der Schulter oder lege den Arm auf einen hohen Schrank und dehne ihn durch Absenken des Körpers etwas auf, aber sehr weit komme ich damit nicht. Ich weiß einfach nicht, wie viel Geduld ich brauche. Das Ablegen des Armes auf dem Schrank schaffe ich schmerzfrei nur mit Unterstützung durch den rechten Arm ansonsten mit leichten Schmerzen ohne Unterstützung. U. meint, ich muss noch viel mehr Geduld haben, aber wenn man die Fortschritte kaum noch in Millimeterschritten erkennt, dann fällt es schwer mit der Geduld.
Morgen früh muss ich entscheiden, ob ich meinen Blutverdünner absetzen, um dann am Donnerstag mir Kortisonspritzen verpassen zu lassen. Ich glaube, meine Entscheidung wird wieder dagegen sein, trotz der leichten depressiven Phase die ich bezüglich meiner konservativen Behandlung habe. Bei den Übungen bin ich wieder bis 125° gekommen, aber die letzten paar Grad waren etwas anstrengend und ich weiß nicht richtig, ob es die vorigen Tage auch nur mit oder wirklich ohne Anstrengung geklappt hat. Also mal ins Tagebuch rückwärts gucken.
… es ist leider nicht vermerkt, wie anstrengend das gewesen ist. Also in Zukunft so etwas aufschreiben, damit man weiß, ob es weitergeht oder rückwärts.
