Alles unklar

Weiterhin habe ich keine Ahnung, wie das weitergehen soll. Es fällt mir sehr schwer ohne Stöcke zu laufen und auch mit Stöcken ist die Strecke kürzer geworden. Manchmal hat man den Eindruck es wird ein bisschen besser, aber dann wieder weiß ich nicht, was das soll. Das linke Bein ist weiterhin nicht stabil, ich kann ganz  es kaum hochheben, um z.b in meine Bade-Latschen zu schlüpfen. Das ist viel weniger als eine Sekunde. Mein Programm musste ich ein bisschen reduzieren, weil ich zwischenzeitlich schwindelige Zustände hatte und ich sogar Angst vor Stürzen hatte. Ich habe erstmal zwei Tage total Pause gemacht und bin dann langsam wieder in das Programm mit reduzierter Sekundenzahl und Übungszahl eingestiegen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich mich ständig bewegen muss.  Wenn ich länger als eine Viertelstunde sitze, brauche ich wieder viel Bewegung um überhaupt etwas gehen zu können. Nichts zu tun, ist weiterhin keine Alternative also, dann wird es noch schlimmer, zu viel zu tun scheint allerdings auch nicht ratsam. Aber was ist zu viel? Das ist die Frage aller Fragen. Was ist das genaue Maß?

Mein neurologisches Gutachten ist niederschmetternd. Ich habe in der Zwischenzeit mit Gerd darüber gesprochen, er meint, das wäre genauso übel wie bei Rut. “Du kommst um eine Operation nicht herum. “Das will ich aber unbedingt. Die schwache Prognose der Neurologin, dass sie nicht garantieren können, dass es durch eine Operation besser wird, man kann nur annehmen, dass es dadurch nicht schlimmer wird. Was ist das für eine Aussicht, um sich auf das Risiko einer Operation einzulassen. Zumal ich nicht mehr weiß welche Art  von Operation das  sein wird. Darum muss ich mich wohl mal kümmern.