- Nun ist die OP gut drei Wochen her. Die Woche im Krankenhaus war teilweise schrecklich, weil mein operiertes Bein heftig angeschwollen ist bis in den kleinen Zeh, gefühlt war es wenigstens doppelt so dick wie das gesunde beim. (Oberschenkel 7 cm dicker als der gesunde) Und keiner konnte mir richtig helfen, kein Physiotherapeut war da, der Drainage machen konnte oder durfte. In diesem Zustand bin ich dann nach Hause und musste noch 10 Tage überwinden. Dann habe ich mir von Frau Hunger eine Lymphdrainage verpassen lassen, aber die war, glaube ich, ein wenig zu lang und zu gewalttätig und dann hat die gute Frau mit ihren Ölen ein Gestank in der Wohnung verbreitet, der wenigstens zwei Tage benötigte um wieder zu verschwinden. Für eigene Übungen in Drainage fehlte mir immer wieder die Geduld und vielleicht auch der Glaube, dass das was bringt. Nun in der Reha habe ich innerhalb einer Woche tatsächlich schon eine Lymphdrainage bekommen und habe aber vom ersten Tag an ein Thrombosestrumpf an, der sehr lästig ist, aber, ich muss zugeben, beim Abschwellen doch sehr geholfen hat. Ich weiß nicht, ob er jetzt noch was bringt und überlege ob ich ihn lasse, wenn die keine vernünftige Lymphdrainage regelmäßig anbieten habe ich auch keine Lust mehr mich mit dem Strumpf herumzzplagen.
Wir sind die Fortschritte? Ich kann immer längere Strecken laufen, aber jeder Tag ist etwas anders, nicht immer ist eine Steigerung möglich. Im Zimmer laufe ich ohne Stöcke besser gesagt, ich humple ohne Stöcke. Es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis ich Stücke frei und ohne Kumpel laufen kann die Erschöpfung stellt sich immer sehr schnell ein. Gestern habe ich einen neuen tagesrekord von 1380 Schritten aufgestellt. Heute wird das sicher nicht so viel werden, weil ich noch ins Bad muss und vielleicht noch auf die Kneipp-Strecke gehe, das soll sehr kalt sein, aber vielleicht tut es meinem Fuß gut.
