13.03.21: Am Dienstag und Mittwoch (9. und 10.3.21) habe ich mir künstliche Augenlinsen einsetzen lassen. Nach Augenärzten und Optiker betrug meine Sehleistung nur noch 30 bzw. 40 Prozent und ich dürfte eigentlich nicht mehr Auto fahren. Mein subjektives Empfinden war ein ganz anderes,: nicht ideal, lesen war manchmal anstrengend, die Schrift verschwamm nach einiger Zeit, Bereiche außerhalb der Fokussierung abgegraut oder verschleiert, auch Fernsehen war anstrengend, besonders ohne Brille, aber ich hatte keine Schleier und sah die Welt recht klar. Die allgemeine Meinung war, dass ich das geistig korrigiere und ich dann schon den Unterschied sehen werde. War aber nicht so, wie ich schon vermutete. Gut, etwas heller ist es wohl und die Schriften in Büchern sehe ich kontrastreicher. Gestern habe ich noch einmal den Arzt aufgesucht, da ich beunruhigt war wegen der unterschiedlichen Sehschärfe. Folgenden Text hatte ich ihm geschrieben, worauf ich sofort eingeladen wurde: “ich möchte keine Zeit bis zur nächsten Nachuntersuchung vergehen lassen und möchte Sie wegen einer irritierenden Erfahrung um Rat fragen. Mein rechtes Auge sieht wunderbar scharf und dies schon seit dem 1. Tag nach der OP, während mein linkes Auge auch am 3. Tag noch sehr unscharf sieht und dies in allen Abständen: verschwommene Schrift in allen Buchstabengrößen. Ein Schmerzeindruck besteht kaum noch. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich einen Schleier vor dem Auge habe. Kann ich damit rechnen, dass sich das noch bessern wird oder ist hier etwas schief gelaufen, was möglicherweise noch reparabel ist. Besonders irritiert bin ich auch deshalb, weil die letzte Nachuntersuchung am 11.03. gleiche Sehleistung von 80 % für beide Augen ergeben hat. ”
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, was eigentlich zu erwarten gewesen war: da ich die Augen auf unterschiedliche Brennpunkte habe einstellen lassen, um einen möglichst großen Bereich brillenfrei abdecken zu können, war es so, dass ich das linke Auge nicht für allzu große Entfernungen getestet habe. Es ist also so, dass das linke Auge auf relativ weite Entfernungen eingestellt ist: Fernseherabstand, Fahrtenanzeiger auf Bahnhöfen und ähnliches, während das rechte Auge einen Nahbereich so ab 70 cm bis 1m recht gut abdeckt (muss ich noch genauer testen)
16.03.21: Am 14. abends war ich wieder in der Lage mein eBook einigermaßen unangestrengt zu lesen. Gestern war es noch besser. Ich war überrascht wie klar und konturiert die Schrift ist. Das wird ein großer Erfolg. Brillenfreies Lesen wird wohl nicht möglich sein, auch nicht auf dem Handy (was vorher noch ging), aber es ist jetzt schon auf dem eBook und auch mit Normalbüchern viel besser. Die Beleuchtung beim eBook konnte ich deutlich abregeln ( auf ca. 50%, vorher 70 bis 100%). Die Schrift wird sich auch noch kleiner stellen lassen. Auch das Schreiben hier am Rechner ist ein richtiger Genuss, klare Schrift, alles sehr hellt und ich mache interessanterweise deutlich weniger Fehlgriffe.
Ich frage mich nun, wann ich eine Brille anfertigen lasse. Es finden wohl immer noch Anpassungen der Linse und des Augapfels statt, aber was gleicht jetzt schon das Gehirn aus. Es wird vermutlich spannend werden, wie unterschiedlich die Gläser eingestellt werden müssen. Eigentlich müssten die Linsenunterschied ja wieder voll ausgeglichen werden, aber wieviel Arbeit hat bis dahin das Gehirn geleistet.
Beim Fernsehen hatte ich bislang nicht das Bedürfnis gehabt, eine Brille aufzusetzen, die Schriften sind viel schärfer aber vielleicht noch nicht optimal.
Noch kurz zur Coxarthrose: Laufen gut, morgens Schmerzen nach längerem Lesen, zuweilen auch schon beim Aufwachen.
18.03.21: Heute die Abschlussuntersuchung, leider nicht beim Mitarbeiter sondern beim Chef, Dr. Frebrer, der mich operiert hatte. Das ist ein furchtbarer Hektiker, mir unklar, wie der erfolgreich Augen-OPs durchführen kann. Schon bei der Nachuntersuchen nach der ersten OP kam ich nicht dazu eine Frage zu stelle, da war ich schon wieder draußen. Nun wieder das gleiche: rauf auf den Stuhl, ins Auge geguckt, festgestellt, dass alles OK wäre, mir gesagt, dass ich mir in 3 Wochen ein Brille anfertigen lassen kann. Mühselig konnte ich ihm noch die Information entlongcken, wie der Augendruck ist (vorher von Assistentin gemessen, aber sie durfte es mir nicht sagen) und die Sehleist
