Erste Erfolge?

Die Nacht wurde ich mehrfach von Schmerzen im Rücken geplagt. Da die Schmerzen einen etwas anderen Charakter als sonst hatten und ich keine Chance hatte, mit meiner kühlende Salbe an die Schulterblätter zu kommen, habe ich Schmerztabletten genommen, die diesmal sogar geholfen haben.

Am Morgen war ich doch recht überrascht, wie locker sich mein Arm angefühlt hat. Sollten es doch schon die ersten Fortschritte mit meinen Übungen sein oder bilde ich mir das nur ein, denn mit dem eigentlichen Programm habe ich ja noch gar nicht ernsthaft begonnen. Zwei Serien mit dem Expander zum Abschluss der Mobilisierungsübungen können es laut TD eigentlich noch nicht sein.  Schwierigkeiten bereitet nach wie vor, mit dem Arm nach unten zu greifen oder zur Seite abzuspreizen (geht vielleicht so bis 45 Grad), aber insgesamt habe ich doch ein viel besseres Gefühl. Die Schmerzen in der Nacht interpretiere ich mehr als Muskelkater, bin mir aber dessen nicht sicher.

Heute hatte ich meinen Rehasport und habe deshalb sowohl meine Morgengymnastik als auch mein morgendliches Üben mit der Schulterhilfe ausgelassen, werde es am frühen Abend das erste Mal ausführen.

Wegen dieser ersten Erfolge habe ich mich doch nun mal mehr dem Problem des Muskelaufbaus zugewendet. Der Ansatz von TD, den Muskel bis zur Erschöpfung zu trainieren, scheint doch nicht der Wahrheit letzter Schluss zu sein. Beim Recherchieren im Internet stößt man natürlich unter dem Stichpunkt Muskeltraining vor allem auf den Aufbau von Kraftprotzen. Das habe ich natürlich nicht vor. Hier gibt es wohl schon länger die Auseinandersetzung, ob man sich bis  zur Muskelerschöpfung trainieren soll, da nur dann angeblich ein effektiver  Aufbau gelingt oder mehr leichtere Übungen mit mehr Wiederholungen macht, ohne bis zur Erschöpfung zu kommen. Hier ein Artikel, der diesen Disput recht gut beschreibt.

Training bis zum Muskelversagen – gut oder schlecht?
https://www.muskelaufbau.de/training/methoden/training-bis-zum-muskelversagen-gut-oder-schlecht/

18:30

Nun habe ich meine abendliche Übung durchgeführt, etwa 30 Minuten, davon 20 Minuten reine Mobilisation ohne Belastung und zehn Minuten mit Belastung. Wobei ich bei der ersten Belastungsserie 25 Wiederholungen geschafft habe und bei der zweiten 30. Das lag möglicherweise daran, dass der Muskel etwas freier geworden ist, aber wer weiß. Als ich danach wieder an der Tür mit den Fingern hoch krabbeln wollte, blockierte der linke Arm nach der Hälfte der Strecke. Vor der Belastungsübung habe ich es in den Pausen immer – wenn auch mit ein bisschen Schmerzen – bis oben geschafft. Wenn ich das mehr oder weniger schmerzende Hochkrabbeln mit den Fingern als Fortschrittstest nehme, muss ich ehrlicherweise sagen, habe ich noch nicht viel geschafft. Das beruhigt, denn Wunder gibt es nun mal nicht.