Die Nacht war wie immer nicht besonders lang, obwohl ich doch von Schmerzen meistens verschont geblieben bin. Nach drei bis dreieinhalb Stunden bin ich aus Blasengründen aufgewacht und hatte dann doch Schwierigkeiten wieder in einen tieferen Schlaf zu geraten. Dennoch fühlte ich mich heute ganz wohl und mein Arm etwas freier als sonst. Aber ich will nicht zu früh jubeln. Meine Übungen habe ich wie gehabt durchgeführt. Ca. 20 Minuten also etwa fünf bis sechs Serien ohne Belastung und immer wieder mit anfänglichen Schwierigkeiten den Arm über 90 Grad zu bekommen, ohne in die Schmerzen zu geraten. Nachmittags kam mein Freund G., der 50 Jahre allgemeinärztliche Praxis hinter sich hat, aber auch in letzter Zeit selbst immer wieder mit dem Impingement-Syndrom zu kämpfen hatte. Vermutlich hatte er sich sportlich überanstrengt. Er hat mich etwas untersucht und festgestellt, dass ich doch schon ganz gut in Ordnung bin mit meinem Arm. Ich will das immer noch nicht wahrhaben, dass nach zwei Tagen leichter Übung schon Fortschritte zu verzeichnen sein könnten. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, dass er sich so geäußert hat. Er hat das Gerät dann auch selbst angelegt und auch mit Belastung geprobt und dabei festgestellt welche Muskeln jeweils beansprucht werden. Er war von dem Gerät ziemlich beeindruckt und möchte es sich leihen, wenn ich erfolgreich gewesen bin. Mein Kommentar: das kaufst du dir schön selbst.
Habe eine Mail an TD geschickt und ihm die Situation mit der Schulterhilfe geschildert, mal sehen, wie er reagiert. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit ihm wird er nicht nach Ausreden suchen oder das Gerät schönreden. Aber man weiß ja nie. Ärgerlich ist es schon, denn offenbar ist die Qualitätskontrolle verbesserungswürdig. Man kann natürlich auch positiv schlussfolgern: Es handelt sich wohl um deutsche Handarbeit und nicht um chinesische Massenproduktion.
Gegen Abend habe ich dann wieder meine Übungen durchgeführt, wiederum mit abschließender Belastung mit etwa 20 Wiederholungen. Natürlich ohne in den Erschöpfungszustand zu gehen. Nun darf ich gespannt sein, wie ich durch die Nacht komme. Bis morgen.
