Krankengeschichte weiter und Bügelprobleme

Wieder zu dem relevanten Teil meiner Krankengeschichte.
Nun musste die Nachbehandlung unterbrochen brechen, da ein paar andere Krankheiten, die hier keine Rolle spielen sollen, dazwischen kamen und absoluten Vorrang hatten. Es vergingen einige Monate, bis ich wieder die Physiotherapie aufnehmen und auch mein eigenes Gymnastik-Programm wieder durchführen konnte, denn in der Zwischenzeit waren meine Arthrosebeschwerden in Hüfte und Bein so heftig geworden, dass ich meine Schmerzen im rechten Arm gar nicht mehr sehr beachtet habe.
Dann bin ich leider zur systematischen Selbstzerstörung übergegangen und mit meinem Fahrrad mehrfach gestürzt und immer auf den linken Arm. Letzter Sturz war dann so heftig, dass ich auch auf der linken Seite, die natürliche in letzter Zeit meine Vorzugsseite war, nicht mehr liegen konnte. Aber etwas hatte sich doch meine rechte Seite erholt, so dass ich wenigstens mit leichter Belastung rechts liegen konnte. Die Stürze haben nun mein beginnendes Impingement-Syndrom im linken Arm stark beschleunigt und er ist bis heute ziemlich schlecht beweglich, die Schmerzen setzen schon nach einem kurzen Abspreizen ein. In dieser Situation habe ich mir also die Schulterhilfe beschafft und gleichzeitig mir einen Termin in einer Praxis mit der Spezialität Schulter beschafft. In der bin ich heute gewesen. Die Empfehlung die dabei herausgekommen ist, war eine Serie von drei Cortisonspritzen durchzuführen. Selbst wenn die Supraspinatussehne angeknabbert wäre, würden hier keine Operationen dazu durchgeführt werden, das entspräche nicht dem Stil dieser Einrichtung. Schon mal gut, dass sie nicht operationsgeil sind.
Nun hatte ich gestern den Schulterbügel doch relativ locker von vorne angelegt, aber heute bin ich wieder nicht richtig damit klar gekommen. Ich habe den hin und her gedreht und wusste nicht recht, wie ich das machen sollte. Da war ich wohl etwas zu verschlafen und wieder einmal ausreichend Altersdemenz. Aber als ich dann richtig anfangen wollte mit Üben, klappte es dann doch, obwohl ich nach wie vor einige Probleme beim Einklinken des linken Armes hatte. Und wie erwartet war das Arm anheben dann doch wieder am Anfang recht schwer, sprich schmerzhaft. Aber schon bei der dritten Übungsserie ging der Winkel doch wieder deutlich über 90 Grad. Ich habe dann etwa 20 Minuten und vielleicht 6 Serien mit langsamer Armbewegung trainiert. Abschließend konnte ich es mir nicht verkneifen doch wenigstens eine Serie mit dem Expander durchzuführen. Diesmal im Stehen und das klappte besser, aber dann habe ich mir die Fortsetzung verboten. Nachmittags werde ich noch mal eine Serie von ungefähr 20 Minuten mit abschließendem Expandereinsatz durchführen.
Nachmittags habe ich mich mit dem Expander und dem Schulterbügel von U. fotografieren und auch filmen lassen. Sie stellte fest, dass ich das Ding völlig schief anlege. Das lag aber nicht an mir, meiner schiefen Figur sondern der Schulterbügel ist unsymmetrisch , die eine Seite länger. Er muss wohl umgetauscht werden. Die linke Seite ist zu lang und wenn ich es in einer einigermaßen hohen Armstellung benutzen will, dann drückt der Ellbogen auf die Kante des Endes, also kein angenehmes Aufliegen des Armes. Der rechte Arm liegt angenehm im Holm.

Ich habe natürlich dennoch meine Übungen durchgeführt, auch wieder mit abschließender Expanderrunde. Das Einhängen der Hilfe ist für den linken Arm immer wieder schmerzhaft, auch wenn ich sie nach jeder Pause zwischen den Serien wieder einhänge. Ich nutze die Pausen immer zu leichten Lockerungs- und Drehübungen, deshalb lege ich die Hilfe jedes Mal ab.