eine Bilanz

Nach dieser langen Pause wird es wirklich Zeit, ein wenig Bilanz zu ziehen. Alles in allem will ich sagen, geht es mir recht gut. Manche Leistungen kann ich noch nicht richtig einschätzen. In letzter Zeit bin ich fast nur noch Rad gefahren, sodass mein Laufpensum nicht überschaubar ist. Auch den Armbügel habe ich noch nicht wieder eingesetzt, so dass ich nicht weiß, wie meine Kräfte zur Zeit sind. Meine linke Schulter ist noch beeinträchtigt, aber nicht so, dass ich bei meinen täglichen Verrichtungen wie Arbeiten in der Küche, Autofahren, fahrradfahren beeinträchtigt wäre. Das Ausstrecken des Armes nach oben oder auch nach unten ist häufig von Schmerzen begleitet.  An eine Hüftoperation denke ich zurzeit überhaupt nicht. Es ist aber nicht so, dass ich schmerzfrei wäre. Komischerweise beim Stehen oder ruhigen liege, treten Schmerzen rechts oben in der Hüfte auf, aber wenn ich mich dann bewege, verschwinden sie wieder. Im Adduktorenbereich des rechten Oberschenkels habe ich sehr häufig Schmerzen, besonders beim Absteigen vom Fahrrad bekomme ich das Bein nicht hoch, obwohl ich nun doch einen Tiefeinsteiger habe.   Apropos Fahrrad, ich habe nun also ein Elektrofahrrad, dass ich viele Wochen mit großem Genuss benutzt habe. Nur bei den letzten Fahrten hat sich mein rechter Oberschenkel, Innenseite, Adduktoren, schmerzhaft bemerkbar gemacht und ich war dann auch überraschend etwas erschöpft. Summa summarum, mit diesen Schmerzen kann man leben, aber man darf sich fragen, ob man damit leben muss. Oder ob eine OP nur wieder ein Schritt zur Selbstoptimierung ist, der in diesem Alter vielleicht unnötig, ja vielleicht sogar gefährlich ist. An diesen Schmerzen jedenfalls stirbt man nicht.

Ich stelle gerade fest, dass ich dieses Tagebuch nun fast ein Jahr führe, also mein Fahrradunfall mehr als ein Jahr her ist.