Leider habe ich nicht vom ersten Tag aufgeschrieben, wie sich meine Probleme weiterentwickelt haben. Ich schätze der 8 März ist so ein kritischer Tag gewesen. Hier habe ich etliche Mobilisierungsübungen durch eigene Spaziergänge im Britzer Garten und um unser Wohnquartier gemacht. Ulrike konnte nicht mitmachen, weil sie Probleme mit ihrer Wade hatte. Zu diesem Zeitpunkt, glaube ich, beschränken sich meine Probleme noch auf die rechte Seite und die Hüfte. Glaube erst in den nächsten Tagen ging das ganze auf die linke Seite und bis hinunter zu Wade und Fuß über.
12. März: ich gehe allein spazieren, um meine Hüfte zu mobilisieren. Offensichtlich konzentrieren sich die Beschwerden noch auf Hüfte und rechte Seite. Ich hole mir in der Apotheke Diclofenac und Ibuprofen, auch für Ulrike.
13. März: es geht mir scheinbar noch sehr gut, denn ich verschneide die Forsythien n die Hecke am Haus.
14. März: Ulrike hat notiert, dass mir die linke Pobacke weh tut und auch der Fuß streikt. Vielleicht ist das ja der Beginn des Überspringens meiner Probleme auf die linke Seite. Habe noch den Abschnitt der Hecke entsorgt, was durchaus mit Bücken und längerem Stehen verbunden war. Abends bin ich aber noch in der Lage zu kochen, jedenfalls ein Pesto.
15. März: ich gehe zu Fuß zu Frau Hunger und lasse mich von ihr mit Massage und Reizstrom behandeln. Danach schleppe ich mich nach Hause. Ulrike möchte nicht, dass ich sie von ihrer Fete abhole und ich nehme das gerne an.
16. März: keine Verbesserung, eher Verschlechterung. Bin aber noch in der Lage abends einen sehr guten Wirsingkohlauflauf zu erstellen. Stehen und leichtes Hin- und Hergehen in der Küche tun mir Gott sei Dank noch gut.
18. März: gehe zu Dr Hanke. Er gibt mir eine Überweisung zum Orthopäden und zum CT der LWS, verschreibt mir Tilidin als Schmerzmittel, verweigert mir, eine Überweisung zur Physiotherapie auszustellen, weil er das angeblich nicht darf, wenn er mir eine Überweisung zur Orthopädie ausgestellt hat. Ich bin stinksauer, weil ich glaube, dass das Quatsch ist. Bekomme dann den frühesten Termin beim Orthopäden am 24. April. Ich darf also bis dahin angeblich nicht behandelt werden, kaum zu glauben.
19. März: Kerstin kommt mit ihrer Behandlungsbank und bearbeitet mich ca eineinhalb Stunden lang. Kann hinterher und auch am nächsten Tag keine Verbesserung feststellen, eher wieder eine Verschlechterung wie bei der Behandlung durch Frau Hunger. Was ist das bloß für ein Elend. Von dieser Behandlung hatte ich mir wirklich viel versprochen.
Danach muss ich zum CT. Kann dazu nicht mehr laufen sondern nehme ein Uber-Taxi.
20. März: nun ist es ganz vorbei, kann nicht mehr laufen. Gott sei Dank haben sich Ulrikes Wadenprobleme mehr oder weniger erledigt. Sie übernimmt heute Abend das Kochen komplett. Der CT Befund ist da und verheißt nichts Gutes. Es scheinen zwei Bandscheibenvorfälle vorzulegen, zumindestens die Vorstufe davor. Offensichtlich werden irgendwelche Nerven mächtig gequetscht. Sonst ist das Überspringen der sogenannten Arthrose von der rechten auf die linken Seite wohl kaum zu erklären. Ich blende mal hier den Befund ein und die Erläuterungen die mir die Gemini KI dazu liefert.
21. März: weiter Verschlechterung. Erwäge Krankenhaus.
22. März: lasse mich mit 112 ins Vivantis Neukölln fahren. Komme an Schmerztropf. Untersuchung durch Anfängerin. Soll CT der Hüfte gemacht werden, es wird mehr auf meine Arthrose getippt. Stundenlange Warterei. Es geschieht nichts, auch keine CT. Abends bietet mir ein Assistenzarzt an, im KH zu bleiben und im Bedarfsfall an den Tropf zu kommen. Alternativ bietet er mir an, am WE wiederzukommen. Ich fahre nach Hause.
23. März: fahre mit Thomas ins Krankenhaus so gegen 8 Uhr, was zur Folge hat dass ich keinen Arzt zu sehen bekomme und gegen 14 Uhr die Warterei deprimiert abbreche und mit dem Taxi nach Hause fahre.
Verbringe die Nächte vor dem Fernseher. Kein Auge zu, vielleicht immer mal 30 Minuten. Plane nun wie vor 30 Jahren CT-PRT.
25. März: finde eine Privatpraxis, die mir noch am gleichen Tag eine ct-prt Behandlung zusichert. Sonst erst wieder in einer Woche , das ist mir zu kritisch. Eine Kassenpraxis dafür finde ich nicht. Untersuchung und Behandlung ist eine fürchterliche Quälerei, da ich nicht auf dem Bauch liegen kann, der Arzt und die Helferin auch etwas ungeschickt bei der Angelegenheit waren. Habe mich nicht ausreichend durchgesetzt, das werde ich gegebenenfalls beim nächsten Mal tun. Eine solche Quälerei werde ich mir aber nicht mehr antun, ich muss erkunden, ob ich auf dem Bauch liegen kann. Er hat erwartet, dass ich bereits am nächsten Tag wieder freier gehen könne, aber meine Gehfähigkeit ist eher noch eingeschränkter, mein linkes Bein viel wackeliger als vorher. Ich muss aber drei Vorteile nach der Behandlung hervorheben: ich kann wieder etwas aufrechter stehen, so dass ich beim Rasieren mein Gesicht wieder im Rasierspiegel sehen kann, die Nervenschmerzen im linken Bein haben erstmal nachgelassen und das allerwichtigste, ich kann wieder schlafen. Wenn ich eine Stellung gefunden habe, bei der die Schmerzen anfangen nachzulassen, schlafe ich ein. Ich kann vielleicht sagen, dass ich zur Zeit bzw in den letzten Tagen besser geschlafen habe als vor diesen mächtigen Schub. Es findet eine Nachuntersuchung statt, bei dir ich bei dem Versuch mich auf den Bauch zu legen, wieder Schmerzensschreie ausstoße. Ging einfach nicht.
27. März: telefonische Beratung mit Hanke, da ich nicht laufen kann. Er stellt mir auf meinem Wunsch, eine Überweisung in die Neurochirurgie aus. Die Verschreibung von Ortoton verweigert er mit obskuren Gründen. Hätte er mir gesagt, dass das Zeug nichts taugt für meine Beschwerden, wäre das akzeptabel.
28. März: mir scheint es etwas besser zu geben, ich laufe vorwiegend ohne Rollator durch die Gegend aber nur kurze Strecken in der Wohnung. Schaffe es aber durch die ganze Wohnung hin und zurück.
29. März: wieder etwas schlechter, vermeide aber weiterhin die Nutzung des Rollators soweit möglich.
30. – 31. März: Nachts aber wieder heftige Schmerzen auch wieder die typischen Nervenschmerzen im linken Bein. Ich verwende erstmals Traumeel, was erstaunlicherweise diese Nervenschmerzen stark dämpft. Nach längerem Lesen kann ich wieder schlafen. Bin nun zu einem anderen Schmerzmittel übergegangen: Etoricoxib
31. März: Nervenschmerzen, vermeide freies Gehen, um die Belastung zu reduzieren. Wieder Etoricoxib genommen.
